Author Archives: Prof. Dr. Andrea Back

  • Khan Lab School – Im Silicon Valley wird Schule neu erfunden (Interview Teil 3 von 4)

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    Dass Online-Shops Ladengeschäfte aufmachen, sie aber ganz anders als traditionell gestalten, das kennt man inzwischen. Wenn aber ein reiner Online-Lerndienstleister wie die Khan Academy eine Präsenzschule gründet, lässt das aufhorchen: Welche Schultraditionen werden über Bord geworfen? Was wird – von digitalem Grund auf – völlig neu gedacht und gemacht? Erfahren Sie dies in einer 4-teiligen Serie von kurzen Interviewsequenzen direkt von Dominic Liechti, dem Direktor der Khan Lab School, Mountain View (in deutscher Sprache):

    (Teil 3 von 4 – 4:30 min) Was kosten eigentlich diese digitalen Lernmaterialien und Online-Tools? Aber nicht, dass sie denken, es würde mit MOOCs selbstgesteuert gelernt – Mastery-based Learning geht anders. Und wie finden das die Eltern – wenn auf 40 Plätze 600 Anmeldungen kommen, gibt es da auch unzufriedene Eltern?

  • Branded Content: Erfolgreiche Digitalisierung bedeutet nicht, den Menschen durch Algorithmen zu ersetzen

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    Im Zeitalter der digitalen Transformation stehen Unternehmen vor der Herausforderung, jegliche Tätigkeiten am technologischen Fortschritt auszurichten. Mit seiner Mitarbeiter-App stellt das Schweizer Unternehmen Beekeeper die Weichen für die Etablierung des Arbeitsplatzes 4.0, ohne dabei den Menschen durch Algorithmen zu ersetzen.

    Beekeeper ist die digitale Mitarbeiter-App für Unternehmen, auf der operative Systeme und Kommunikationskanäle auf einer intuitiven, datenschutzkonformen Plattform zusammenlaufen. Das Unternehmen orientiert sich insbesondere an den Bedürfnissen der gewerblichen Mitarbeiter und versteht die Digitalisierung hierbei nicht als Ersatz des Menschen durch Algorithmen. “In Branchen mit einer grossen Anzahl an Mitarbeitern ohne PC-Arbeitsplatz, wie der Hotellerie oder dem Einzelhandel, bedeutet erfolgreiche Digitalisierung des Arbeitsplatzes, die Mitarbeiter mit einfachen und effizienten Prozessen sowie transparenter Kommunikation zu unterstützen”, sagt Cristian Grossmann, CEO und Mitgründer von Beekeeper.

    Die Mitarbeiter-Plattform kombiniert Peer-to-Peer-, Top-Down- und Bottom-up-Kommunikation. So erreicht und verbindet sie jeden einzelnen Mitarbeiter in Echtzeit über das Smartphone, die Web-Version oder Digital Signage-Bildschirme, ganz unabhängig von Standort oder Abteilung.

    Durch die Integration bestehender Systeme wird die Mitarbeiter-App zum zentralen Kollaborationshub. Da alle Mitarbeiter über diesen auf wichtige Informationen zugreifen, sich in Diskussionen einbringen und bei Bedarf die richtigen Leute direkt kontaktieren können, werden Prozesse effizienter gestaltet, die Leistung erhöht und die Stimme jedes Einzelnen gehört. Dies führt schliesslich zu einer gesteigerten Motivation und erhöhten Identifikation der Mitarbeiter mit ihrem Arbeitgeber. Beekeeper kreiert also einen Arbeitsplatz, der auf erfolgreiche Zusammenarbeit ausgerichtet und digital sowie persönlich zugleich ist.

  • Nachnominationen für Top Tools für Learning

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    Schon eine Weile sind die Ergebnisse der Umfrage „Top 200 Tools for Learning 2017“ veröffentlicht. Als ich mir die Kurzanalyse angesehen habe, sind mir zwei Tools, die ich in letzter Zeit nutze, eingefallen, die ich dann wohl nächstens nominieren werde.

    Google Search ist auf Platz 2. Nachdem ich mir in Google Chrome eine gut versteckte Malware addonjet eingefangen hatte, die vor die Suchergebnisse eine Liste von Ad-Links schob, bin ich kurzerhand zu einer anderen Suchmaschine gewechselt, bei der ich auch bleiben werde: https://swisscows.ch. Die funktioniert sehr gut, und hat dabei den Vorteil, dass NICHTS über das Suchverhalten der Nutzer als „Digitales Persönlichkeitsprofil“ gespeichert wird. Ist mir sympathisch.

    Dann braucht man ja immer mal wieder Kurzlinks. Und durch einen Tweet von @ralfa „5 digitale Tools für’s Klassenzimmer“ habe ich https://t1p.de/ ausprobiert. Da kann man die Kurz-URL sogar editieren und einen merkbaren Namen geben.

    Bildquelle: „Social Media Mix 3D Icons“ von Blogtrepreneur, lizenziert unter CC BY 2.0

  • Und was bedeutet die Digitalisierung für unsere Branche?

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    Es gibt kaum jemand, den diese Frage nicht umtreibt. Ab wann und wie stark wird die digitale Transformation das traditionelle Geschäft ablösen? Mit einem Studierendenteam konnten wir schon letztes Jahr ein Zukunftsbild 2025 für die Garagistenbranche zeichnen – digital natürlich. Die interaktive Website ist nach einem Jahr noch genauso aktuell: garagenvision2025.ch, oder was würden Sie daran verändern? Denn die Strategiearbeit an diesem Thema geht weiter.

    Bildquelle: https://twitter.com/search?q=%23milaneo

  • Interesse an Digital Transformation Maturity Assessment und Studie hoch

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    Wöchentlich erreichen uns Anfragen zu unseren Digital Maturity & Transformation Studien und der Assessmentmethode – von Verbänden, Unternehmen, Forschenden, und Weiterbildungsorganisationen; z.B. wird die Methode im VR-CAS der Swiss Board School vermittelt. Es ist erfüllend zu sehen, dass wir in anwendungsorientierter Forschung ein nützliches Instrument für die Strategiearbeit im Zeitalter der Digitalen Transformation kreieren konnten. Hier findet man Infos zum Download: https://aback.iwi.unisg.ch. Vertiefende und darüber hinausgehende Forschungsergebnisse, wie Unternehmen die Digitale Transformation im „Fuzzy Frontend“ anpacken, bitte hier auf unserem Publikationsportal Alexandria nachschlagen.

  • Kolumne: Nudging durch Büroeinrichtung

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    Die Erkenntnisse zu „Nudging“ (Buch Nudge – Wie man kluge Entscheidungen anstößt) haben dem Ökonomen R.H. Thaler den diesjährigen Wirtschaftsnobelpreis eingebracht. Es geht darum, wie sich Menschen mit etwas psychologischer List zu erwünschtem Verhalten stupsen lassen. Vor kurzem habe ich selbst eindrücklich erlebt, dass dies sogar für die Gestaltung des Arbeitsumfelds gilt: Nicht nur wie ein Büro insgesamt, sondern auch wie ein einzelner Arbeitsraum eingerichtet ist, beeinflusst die Art, wie man zusammenarbeitet und wie gut das Ergebnis ist. Hier meine beiden Erfahrungen im Vergleich.

    Es ging um Arbeitstreffen mit 7 Leuten, jeweils in einem „Sitzungszimmer“ und in einem Workshop-Raum eines Coworking Space. Beides sind grosse Räume mit rechteckigem Grundriss, beschreibbaren Wänden bzw. grossflächigem Whiteboard, beweglichen Flipcharts, dem üblichen Moderationsmaterial und dazu hell vom Tageslicht. Perfekt also?

    Nun zu den kleinen, aber feinen Unterschieden: Beim einen ist die Mitte ausgefüllt von sechs mächtigen Tischen und an der Schmalseite ist ein prächtiger LCD-Präsentationsbildschirm hoch an der Wand aufgehängt. Diese Einrichtungsgegenstände bewirken, dass die Leute sich hinsetzen und nur ungern wieder aufstehen; sie stellen ihr Notebook auf die Tischplatte vor sich hin und verabschieden sich hinter dessen vermeintlichem Sichtschutz hin und wieder in die Mailbearbeitung; wer wo an diesem Tischblock sitzt, signalisiert, dass es wohl Haupt- und Nebenrollen in der Sitzungsleitung gibt. Das kollektive Hinaufschauen auf den Grossbildschirm macht einen zum konsumierenden Zuhörer, wobei man untereinander den Augenkontakt verliert; mich persönlich beschlich zudem das Gefühl, dass dieses dominante schwarze Ding mich wie ein grosses Überwachungsauge anglotzt. Kurzum, trotz modernster Einrichtung kam dabei eher eine Sitzung als ein Workshop heraus; es war erfolgreich, aber ich fand es zwei anstrengende Stunden, den Dreiklang von konzentriertem Mitdenken, regem Austausch und Lockerheit zur Entspannung hinzubringen.

    Wie anders war im zweiten Fall die Workshop-User-Experience! Wie das Foto zum Beitrag zeigt, gibt es keine Tische zum sich dran Hinsetzen, auch keinen LCD-Bildschirm. Da sind nur frei verteilte Sessel und Sitzblöcke mit kleinen Beistelltischchen. Wenn man Folien zu präsentieren hat, holt man einen mobilen Beamer; der wirft das Bild an die Wand, als wäre es eine Tapete. Erstaunlicher Effekt: Die Projektion auf Augenhöhe wirkt, als könne man in das Gezeigte hineinlaufen, ohne gefühlte Barriere oder Distanz. Wir wurden dadurch nicht zu passiven Zuschauern und blieben durch Augenkontakt verbunden. Diese Anordnung bewirkte, dass sich alle immer wieder im Raum bewegten. Da es genug freien Platz vor der Whiteboard-Wand gab, wurde es von Anfang an genutzt und zum Rückgrat des Arbeitsergebnisses. (Tipp: Dass es ein vollflächig magnetisches ist, hat auch sehr positive Wirkung auf den mühelosen Fluss des Mitdokumentierens). Die lockere und mobile Sitzordnung erleichterte, dass immer mal jemand anders die Initiative bzw. Führung übernommen hat. Selten bin ich in einen Sitzungsraum einfach reinmarschiert, ohne Material mitzubringen, und es entstand ganz natürlich ein so produktiver Arbeits-Flow. Ich bin immer noch von dieser Erfahrung erfüllt.

    Jetzt kommt natürlich die Frage, wo das war: Das Photo zeigt uns in einem Raum der Workeria im Technopark Winterthur. Wenn es einen Nobelpreis für produktive Arbeitsumfeldgestaltung gäbe, würde ich dieses Beispiel nominieren. Kleiner Aufwand, grosser Effekt, Kompliment: Wirklich gut ge-nudged!

    Photo: Arbeitstreffen in der WORKERIA, Technopark Winterthur

  • 6. St.Gallen Mobile Business Forum am 7. Nov. in Zürich

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    Mit Keynote zur Studie: Mit agiler Innovation zu Next Generation Mobile Business

    Zum 6. Mal findet das St.Gallen Mobile Business Forum der Universität St.Gallen (IWI-HSG) statt, diesmal am Di 7. Nov. 2017 im Business Campus der Swisscom in Zürich. Wie werden heutzutage Innovationen im Digital Age gestaltet – was ist heute schon neu im Vergleich zu vor 5 Jahren, und welche neuen Prinzipien sind wo erfolgreich? Zum Studienthema konnten wir jeweils mehrere Interviews mit 9 Unternehmen – ABB, Audi, BSH, Bühler, Post, SBB, Schindler, Siemens, Zumtobel – führen.

    Die Keynote von Christian Zeiler, Open Innovation Lead bei Generali, inspiriert mit Einblicken in das Innovations-Startup von Generali Lings. Von 15 Einreichern für den Mobile Business Best Practice Award werden sich die 5 Nominierten präsentieren.

    Im beliebten Innovation-Speeddating-Format kommt man zu den innovativen Lösungen von Beekeeper, RealWear, Librestream, Open Web Technology und Loriot ins Gespräch, ebenso am Nachmittag bei den interaktiven Workshops mit JLS zu Chatbots und HP Enterprise zu IoT Intelligent Edge und Human Robot.

    Mit dem Code ABack-NL-Friend (eintragen bei Rechnungsadresse) offerieren wir 10 Tickets für Teilnehmer aus Anwenderunternehmen: CHF 350.- als Kostenbeitrag (statt CHF 850.-) – bis spätestens 3.11. wegen Catering-Planung. Weitere Infos und Anmeldeformular hier: mbforum.iwi.unisg.ch.

  • Bildungseinrichtungen digital transformiert

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    Zum Thema Digitale Transformation sind Vorher-Nachher-Abbildungen sehr beliebt, da sie zeigen, wie die Digitalisierung grundlegende Neugestaltung und Umdenken ermöglicht. Hier ein Beispiel für Bildungseinrichtungen, S. 3, an dem man eindrücklich sieht, dass sich an einigen, als gegeben hingenommenen Organisationsprinzipien doch Paradigmenwechsel vollziehen. Und das Gute daran ist, dass die Digitalisierung Ermöglicherin ist, um pädagogisch-didaktische Ideale viel konsequenter umzusetzen als im klassischen Schulbetrieb.

    Bildquelle: Bearbeiteter Screenshot aus Khan Lab School 2016-17 auf issuu.com

  • Khan Lab School – Im Silicon Valley wird Schule neu erfunden (Interview Teil 2 von 4)

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    Dass Online-Shops Ladengeschäfte aufmachen, sie aber ganz anders als traditionell gestalten, das kennt man inzwischen. Wenn aber ein reiner Online-Lerndienstleister wie die Khan Academy eine Präsenzschule gründet, lässt das aufhorchen: Welche Schultraditionen werden über Bord geworfen? Was wird – von digitalem Grund auf – völlig neu gedacht und gemacht? Erfahren Sie dies in einer 4-teiligen Serie von kurzen Interviewsequenzen direkt von Dominic Liechti, dem Direktor der Khan Lab School, Mountain View (in deutscher Sprache):

    (Teil 2 von 4 – 3 min) Hätten Sie gedacht, dass Learning Analytics der wesentliche Enabler sind, um das Lehrer-Schüler-Verhältnis personalisierter und enger gestalten zu können? Auch deshalb wird sehr viel Zeit in die Evaluation von Lerncontent und Lerntools gesteckt, bevor sie zum Einsatz kommen.

  • Virtual-Reality-Erfahrungen werden mit Daten zu Extrememotionen angereichert

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    Vom Fernsehsessel aus ins Extremsport-Feeling eintauchen, als wäre man selbst draussen unterwegs. Daran arbeitet die Firma Sensum, die emotionale Zustände über biometrische Wearables messbar macht. Eine Anwendung sieht man bei dem „The Hero Project“-Video in Zusammenarbeit mit Red Bull), was ich unter „Innovatives Mobile Marketing“ einordnen würde.

    Man wird AR-visuell mit den Sensordaten zu den Empfindungen von Downhill Mountain Bikern verbunden – in-the-Act. Vom Ziel, dass einmal die eigenen Gefühle direkt angeschlossen werden können, ist im Artikel nicht die Rede, aber diese Idee kann man sich unschwer ausmalen. Wofür könnte das wohl gut sein? Werden das die neuen Drogen sein?

    Bildquelle: https://sensum.co/