Beyond the End of Work: Es ist rational, optimistisch in die Zukunft zu blicken

Als Zusammenfassung und Nachlese zum 48. St. Gallen Symposium, „Beyond the End of Work“ (Highlights-Video: https://youtu.be/yDJAY5OIarQ) fand erstmals das Public Forum statt, denn technologischer Fortschritt durch Robotics und Artificial Intelligence, mehr gleichzeitig arbeitende Generationen und eine neue Haltung zur Arbeit sind Themen, die eine breite Öffentlichkeit interessieren.

Prof. Dr. Patrick Emmenegger, an der HSG Professor für Politikwissenschaft, hat sein Resümee des Symposiums in 5 Thesen vorgetragen. Ich liste diese sinngemäss und etwas ausführlicher als in den Presseberichten auf, denn ich finde sie gehaltvoll und man hat dies so nicht schon hundertfach gelesen:

  • Die Arbeit wird uns nicht ausgehen. Denen, die durch die Veränderungen unter Druck geraten, muss geholfen werden.
  • Investitionen in Humankapital, sprich Bildung – und Nutzung von Fachkompetenz durch Einwanderung, sind essentiell. Nicht nur die Hochschulbildung, auch die Berufsbildung muss sich weiterentwickeln.
  • Flexible Arbeitsformen werden einen weiter stark wachsenden Anteil haben. Es besteht jedoch die Gefahr von prekären Arbeitsverhältnissen. Ein Lösungsweg ist „Flexicurity“. Ein stabiles, soziales Sicherheitsnetz für alle macht die wirtschafsförderliche Flexibilität menschengerecht.
  • Wie sich schon in der Vergangenheit zeigte, bringen neue Technologien mehr Chancen als Gefahren. Politik und Wirtschaft müssen deshalb zukunftsgerichtet gestalten und „alte Zöpfe“ abschneiden, um für ihr Land Innovationen den Weg zu bahnen.
  • Wenn neue Technologien eine Chance sind, WER leistet dann die nächsten grossen Innovationen? Die Beispiele von GPS, Touchscreen, Mobiltelefon, Prozessoren und Batterietechnik zeigen, dass am Anfang staatliche Innovationen (Militär, Hochschulen) standen, da diese Ideen mit grossen Investitionen bei hohen Risiken verbunden sind. Wenn dann bei der Kommerzialisierung durch private Unternehmen mit Steuervermeidung Rückflüsse in den Staatshaushalt vermieden werden, stimmt etwas nicht.

Sehr gut gefallen hat mir auch sein Fazit: Es ist rational, optimistisch in die Zukunft zu blicken. Wer sich überzeugen will, dass das Glas mindestens halb voll ist, kann sich die Lektüre des Buchs von Matt Ridley: „The Rational Optimist“ vornehmen.


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