Die Numerokratie greift um sich – Wirken Rankings, Likes und Sternchen wie selbstverordnete Freiheitsberaubung?

So ein schönes Wort! Der FAZ-Artikel – die Online-Version vom 12. Juli – trägt den Titel „Willkommen in der Numerokratie“. Wer fühlt sich da nicht sofort angesprochen? Wir an der Uni können schon länger zuschauen, welche Wirkung die Bewertung der wissenschaftlichen Leistung mit der „Wahrheitsskala“ von Journal-Rankings auf das Verhalten der Forscher entfaltet. Und wenn es um persönliche Alltagsentscheidungen geht, empfinde ich die Empfehlungs-Marker bei Internetrecherchen nach Restaurants, Hotels, Büchern, etc. oft wie persönlich verordneter Freiheitsberaubung. Selbst entdecken ist ja auch noch eine Option. Bestimmt sind viele froh, dass dieses Unbehagen mal mit einem Buch eines Soziologen deutlich ausgesprochen wird. Die Lektüre des Artikels ist amüsant und macht nachdenklich. Bestimmt ist auch das Buch von Steffen Mau „Das metrische Wir“ lesenswert.

Bildquelle: www.thebluediamondgallery.com



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