Entdecke das Potenzial des Internet of Things

Mit dem Thema Mobile Business verbinden viele Menschen vor allem Anwendungen auf dem Smartphone, Apps, die uns das Arbeiten von ausserhalb des Arbeitsplatzes erleichtern. Vielleicht auch solche, die Mitarbeitenden im Feld oder Aussendienst wichtige Informationen liefern oder die Kommunikation mit Kollegen oder IT-Systemen ermöglichen. Das Smartphone ist jedoch längst nicht mehr das einzige Gerät, das es uns ermöglicht, Kommunikationstechnologien remote zu nutzen. Stattdessen werden immer mehr Geräte und Objekte an das Internet angeschlossen. Diese können im Haushalt platziert sein (wie beispielsweise smarte Einbruchsicherungsanlagen oder ein selbstnachbestellender Kühlschrank), im öffentlichen Raum (wie smarte Verkehrsleitsysteme oder Luftverschmutzungssensoren), aber auch in betrieblichen Settings wie Büros (smarte Beleuchtungssysteme), Fabriken (smarte Maschinen, Sensoren für Predictive Maintainance, Beacons) oder auf Baustellen (smarte Werkzeuge und Maschinen). Die Gesamtheit dieser „smarten“ Objekte bezeichnen wir als „Internet of Things“ (IoT).

Wie aber kann man sich das Internet of Things als Unternehmen zunutze machen? Möglichkeiten dafür gibt es viele, aber wie entdeckt man die richtigen? Einen Ansatz zur Entwicklung von IoT-Lösungen bietet das IoT Service Kit von Futurice. Das Kit besteht aus schematischen Zeichnungen von verschiedenen Orten (z.B. ein Supermarkt, ein öffentlicher Platz, ein Büro), Spielkarten mit verschiedenen Technologien und Datenquellen (z.B. Beacons, Bewegungssensoren, Feuchtigkeitssensoren, Kameras, Drohnen) und physischen Spielfiguren von möglichen Nutzergruppen (Fussgänger, Autofahrer, Fahrradfahrer) – und dies alles Open-Source zum Selberdrucken bzw. Selber-3D-drucken. Die Workshopteilnehmer suchen sich ein Setting aus und bekommen eine kurze Problemstellung präsentiert. Beim öffentlichen Platz kann dies zum Beispiel ein Vermüllungsproblem sein oder beim Büro der Auftrag, das betriebliche Gesundheitsmanagement zu verbessern. Anschliessend müssen Sie die aktuelle „User Journey“ der relevanten Nutzergruppen auf dem Ortsplan nachspielen und diese dann mit Hilfe der Technologien verbessern. Besonders gefragt sind dabei Lösungen, die nicht nur mit einer Technologie ein konkretes Problem lösen, sondern solche, die verschiedene Technologien und Datenquellen verbinden, um ein ganzes Lösungssystem zu generieren.

An unserem Lehrstuhl haben wir das Innovation Kit in einem Bachelorkurs selbst ausprobiert. Die Studierenden entwickelten dabei spannende und innovative Ideen, unter anderem für das Management des Besucherandrangs in Fussballstadien und die Verschmutzung eines Parks. Aber auch Beratungsunternehmen wie Namics wenden das Innovation Kit in Workshops mit Kunden an – mit jeweils speziell zugeschnittenen Szenarien und Aufgabenstellungen. Durch die visuelle und haptische Dimension des Sets können User Journeys besser veranschaulicht und Probleme iterativ in einem spielerischen Prozess gelöst werden. Das Kit verbindet dabei die zentralen Innovationsansätze der Technology Push Innovation (durch den Fokus auf IoT-Technologien) und der Demand Pull Innovation (durch den Fokus auf die User Journeys). Auch wenn der Workshop selbst keine bahnbrechenden Lösungen bringen sollte, so gibt er doch den Teilnehmenden einen guten Eindruck davon, was mit IoT alles möglich ist.


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