Author Archives: Max Schacker

  • Spielerisch Lernen mit Quizzen von Kahoot!

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    Der Erfolg von Fernsehshows wie „Wer wird Millionär“ oder Apps wie „Quizzduell“ zeigt: Quizzen macht Spass und sorgt für Unterhaltung! Diese Erkenntnis kann man sich auch im Unterricht zunutze machen. Mit modernen Quiz-Apps wie „Kahoot!“ geht das ganz einfach. Als Lehrer kann man dort in nur wenigen Schritten Quizaufgaben erstellen, das Quiz mit Bildern und einer kurzen Beschreibung abrunden und den Schülerinnen und Schülern per Link oder über einen Gamecode zur Verfügung stellen. Dabei ist zum Beispiel die Anzahl der Antwortoptionen und das Zeitlimit pro Frage anpassbar. Die Schüler können dann alleine das Quiz spielen oder – und hier wird es spannend – gemeinsam gegeneinander antreten. Eine solche gemeinsame Rätselrunde lässt sich zum Beispiel wunderbar in den Unterricht einbetten. Hierzu können die Fragen per Beamer an die Wand geworfen werden und die Klasse kann per Handy ihre Antworten eingeben. Nach jeder Frage kann die Punkteverteilung und eine Rangliste angezeigt werden. So kann der Lehrende unmittelbar überprüfen, wie viele der Schülerinnen und Schüler die Lerninhalte verstanden haben – und dies nicht im Rahmen einer (für viele angsteinflössenden) Prüfung, sondern spielerisch und ohne Druck. Einzige Einschränkung: bislang ist die App nur auf Englisch verfügbar.

    Bildquelle: https://techcrunch.com/2018/01/18/education-quiz-app-kahoot-says-its-now-used-in-50-of-all-us-classrooms-70m-users-overall/
  • Künstliche Intelligenz und Kunst: Ersetzt KI bald auch die Künstler

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    In einem weiteren Beitrag über neue Anwendungsgebiete der künstlichen Intelligenz nehmen wir uns heute der Kunst an. Sucht man im Internet nach Definitionen von Kunst, so stösst man auf Begriffe wie „menschliches Kulturprodukt“ oder „Ergebnis eines kreativen Prozesses“. Beim Kunstschaffen scheint es sich somit um eine zutiefst menschliche Fähigkeit zu handeln! Aber ist sie das? Ein Blick auf die Möglichkeiten, die künstlicher Intelligenz im Bereich der Kunst schafft, lässt das Ausrufezeichen zumindest zu einem Fragezeichen werden.

    Betrachten wir zunächst die Malerei. Schon im Jahr 2015 machten Bilder Schlagzeilen, die Forscher mit Hilfe künstlicher Intelligenz im Stile Rembrandts oder van Goghs (wie im Titelbild dieses Artikels) geschaffen hatten. Selbst für Kenner waren die Bilder stilistisch kaum von den Originalen zu unterscheiden. Dabei hatten die Forscher den Computer lediglich mit Fotoaufnahmen von Städten oder Landschaften gefüttert sowie mit originalen Bildern der jeweiligen Künstler „trainiert“, um anschliessend die Fotoaufnahmen mit den charakteristischen Eigenheit der jeweiligen Künstler zu verzerren. Ist das Kunst? Das sei dahin gestellt. Mit Verkaufspreisen von mehreren hundert tausenden Dollar erzielten jedenfalls schon einige dieser „künstlich“ geschaffenen Werke wahrlich meisterliche Einnahmen.

    Auch in der Musik macht die künstliche Intelligenz derweil gewaltige Fortschritte. Im Jahr 2016 veröffentlichte ein Forscherteam von Sony den wohl ersten von KI generierten Pop Song „Daddy’s Car“ (wobei der Text noch aus menschlicher Feder stammte und lediglich die Melodie basierend auf Musikstücken der Beatles von einem Computer generiert wurde).

    Auch in klassischer Musik kennen sich einige Computer bestens aus: der Komponist und Wissenschaftler Dr. Christof Weiß entwickelte kürzlich ein Programm, das Musikstücke in die Epochen Barock, Klassik, Romantik und Moderne einteilen kann – und dabei in etwa eine Trefferquote von 75% erreicht. Diese Fähigkeit, die normalerweise viel musikalische Erfahrung und ein gutes Gehör voraussetzt, kann ein Computer mit den entsprechenden Trainingsdaten in kürzester Zeit erlernen.

    Künstliche Kunst: Top oder Flop, Zukunftstrend oder billige Fälschung? Wir laden Sie ein zur Diskussion. Frei nach dem Motto: Ist das Kunst oder kann das weg?

    Bildquelle: http://www.spiegel.de/netzwelt/gadgets/algorithmus-forscher-lassen-fotos-wie-gemaelde-aussehen-a-1051084.html
  • Top Learning Tools 2018

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    Seit 2007 stellt Jane Hart vom „Centre for Learning & Performance Technologies“ basierend auf den Resultaten der „Annual Digital Learning Tools Survey“ jährlich eine Liste der meist genutzten digitalen Lerntools zusammen. Auf der daraus entstandenen Infografik gibt es viel Interessantes zu entdecken. Während die am häufigsten benutzten Lerntools überwiegend „alte Bekannte“ wie PowerPoint, Google Docs und Youtube sind, tummeln sich gerade in der Peripherie der Abbildung viele spannende und innovative Werkzeuge, darunter sli.do, HiHaHo, genial.ly oder Pluralsight.

    Das Beitragsbild dieses Artikels zeigt eine Version in reduzierter Auflösung, die interaktive Infografik finden Sie hier.

  • Safefood.ai – Mit künstlicher Intelligenz zu mehr Lebensmittelsicherheit

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    In diesem Newblog berichten wir oft und gerne von neuen Anwendungsfeldern für künstliche Intelligenz. Vor kurzem sind wir dabei auf das Safefood-Projekt von Bühler gestossen. Dabei handelt es sich um ein Big-Data-Projekt, das die Lebensmittelsicherheit durch Frühwarnungen aus Daten verbessert. Safefood.ai durchsucht mit Hilfe von Text-Analytics-Software und künstlicher Intelligenz tausende öffentliche Datenbanken, Webseiten, Newsartikel und soziale Medienkanäle nach Anlässen und Äusserungen zur Lebensmittelsicherheit. Das System identifiziert dabei beeinträchtigte Lebens- und Futtermittelprodukte und liefert massgeschneiderte Frühwarnungen an lebensmittelverarbeitende Betriebe. Anhand der Informationen können diese dann entsprechend reagieren und die Risiken minimieren. Nach Angaben der Website wurden bisher knapp 7200 beeinträchtigte Produkte identifiziert und 1600 sonstige Nahrungsmittelrisiken entdeckt. Langfristig soll das System dazu beitragen, Lieferketten zu optimieren und effizienter und sicherer zu machen. Auch wenn die meisten Konsumenten nie von diesem Projekt erfahren werden, so ist es doch ein gutes Beispiel dafür, wie verborgene KI unser Leben sicherer macht.

    Bildquelle: https://digital.buhlergroup.com/safefoodai/
  • News vom Smartfeld

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    Wie bereits im September verkündet, wurde am 13. August das Smartfeld feierlich eröffnet. In einem Videozusammenschnitt möchten wir die besten Eindrücke und Stimmen zum Event mit Ihnen teilen.

    Seit September können Schulklassen Technologie und Kreativität erleben. Zum Digitaltag in der Schweiz (25.10.2018) wird die „Digital Business Werkstatt“ lanciert, ein von unserem Doktoranden Arne Grüttner und der Studentin Christina Bibawi entwickelter Tagesworkshop, in dem Schulkinder der 5. und 6. Klasse einen altersgerechten Design-Thinking-Prozess, das Business Model Canvas und diverse Technologien kennenlernen. Hier finden Sie detaillierte Informationen und die Anmeldung – auch für weitere Termine.

    Für Interesse an aktuellen Kursen im Smartfeld – sowohl für einzelne Schülerinnen und Schüler als auch für Schulklassen oder Lehrpersonal – schauen Sie bitte auf der Internetseite des Smartfelds vorbei: https://www.smartfeld.ch/courses

  • World Climate – Ein Spiel für den Klimaschutz (und Vorbild für modernes Lernen)

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    Wie kann man Menschen die Auswirkungen des Klimawandels näher bringen? Und vor allem: wie kann man ihnen mögliche Lösungswege nicht nur erklären, sondern sie für sie verständlich und erlebbar machen? Die Antwort auf diese Fragen liefert das Spiel „World Climate“ – eine Rollenspiel-Simulation der UN Klimaverhandlungen. Darin können die Teilnehmer selbst in die Rolle eines Unterhändlers schlüpfen und mit ihren Mitspielern Deals aushandeln. Das Besondere dabei ist, dass die Resultate der Verhandlungen direkt in ein interaktives Computer-Modell eingetragen werden, welches die Auswirkungen der Entscheidungen visualisiert. So können die Teilnehmer die Folgen ihres Handelns direkt beobachten und viel einprägsamere Lernerfahrungen sammeln, als dies bei einem reinen Vortrag der Fall wäre. Das Spiel wird inzwischen von über 40’000 Spielern in fast 80 Ländern gespielt. Das nachfolgende Video gibt einige Einblicke.

    Bildquelle: https://www.technologyreview.com/s/608367/getting-to-2/
  • Entdecke das Potenzial des Internet of Things

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    Mit dem Thema Mobile Business verbinden viele Menschen vor allem Anwendungen auf dem Smartphone, Apps, die uns das Arbeiten von ausserhalb des Arbeitsplatzes erleichtern. Vielleicht auch solche, die Mitarbeitenden im Feld oder Aussendienst wichtige Informationen liefern oder die Kommunikation mit Kollegen oder IT-Systemen ermöglichen. Das Smartphone ist jedoch längst nicht mehr das einzige Gerät, das es uns ermöglicht, Kommunikationstechnologien remote zu nutzen. Stattdessen werden immer mehr Geräte und Objekte an das Internet angeschlossen. Diese können im Haushalt platziert sein (wie beispielsweise smarte Einbruchsicherungsanlagen oder ein selbstnachbestellender Kühlschrank), im öffentlichen Raum (wie smarte Verkehrsleitsysteme oder Luftverschmutzungssensoren), aber auch in betrieblichen Settings wie Büros (smarte Beleuchtungssysteme), Fabriken (smarte Maschinen, Sensoren für Predictive Maintainance, Beacons) oder auf Baustellen (smarte Werkzeuge und Maschinen). Die Gesamtheit dieser „smarten“ Objekte bezeichnen wir als „Internet of Things“ (IoT).

    Wie aber kann man sich das Internet of Things als Unternehmen zunutze machen? Möglichkeiten dafür gibt es viele, aber wie entdeckt man die richtigen? Einen Ansatz zur Entwicklung von IoT-Lösungen bietet das IoT Service Kit von Futurice. Das Kit besteht aus schematischen Zeichnungen von verschiedenen Orten (z.B. ein Supermarkt, ein öffentlicher Platz, ein Büro), Spielkarten mit verschiedenen Technologien und Datenquellen (z.B. Beacons, Bewegungssensoren, Feuchtigkeitssensoren, Kameras, Drohnen) und physischen Spielfiguren von möglichen Nutzergruppen (Fussgänger, Autofahrer, Fahrradfahrer) – und dies alles Open-Source zum Selberdrucken bzw. Selber-3D-drucken. Die Workshopteilnehmer suchen sich ein Setting aus und bekommen eine kurze Problemstellung präsentiert. Beim öffentlichen Platz kann dies zum Beispiel ein Vermüllungsproblem sein oder beim Büro der Auftrag, das betriebliche Gesundheitsmanagement zu verbessern. Anschliessend müssen Sie die aktuelle „User Journey“ der relevanten Nutzergruppen auf dem Ortsplan nachspielen und diese dann mit Hilfe der Technologien verbessern. Besonders gefragt sind dabei Lösungen, die nicht nur mit einer Technologie ein konkretes Problem lösen, sondern solche, die verschiedene Technologien und Datenquellen verbinden, um ein ganzes Lösungssystem zu generieren.

    An unserem Lehrstuhl haben wir das Innovation Kit in einem Bachelorkurs selbst ausprobiert. Die Studierenden entwickelten dabei spannende und innovative Ideen, unter anderem für das Management des Besucherandrangs in Fussballstadien und die Verschmutzung eines Parks. Aber auch Beratungsunternehmen wie Namics wenden das Innovation Kit in Workshops mit Kunden an – mit jeweils speziell zugeschnittenen Szenarien und Aufgabenstellungen. Durch die visuelle und haptische Dimension des Sets können User Journeys besser veranschaulicht und Probleme iterativ in einem spielerischen Prozess gelöst werden. Das Kit verbindet dabei die zentralen Innovationsansätze der Technology Push Innovation (durch den Fokus auf IoT-Technologien) und der Demand Pull Innovation (durch den Fokus auf die User Journeys). Auch wenn der Workshop selbst keine bahnbrechenden Lösungen bringen sollte, so gibt er doch den Teilnehmenden einen guten Eindruck davon, was mit IoT alles möglich ist.

  • Interview mit Barbara Josef

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    In einem Interview mit HSG Alumni erzählt Barbara Josef, Doktorandin an unserem Lehrstuhl und Gründerin der 5to9 AG, wie sich die Arbeitswelt aus ihrer Sicht künftig verändern wird.

    Im aktuellen Forschungsprojekt von Barbara Josef werden im Rahmen der von Village Office initiierten Coworking Experience Schweizer Coworking-Pioniere während eines Jahres wissenschaftlich von der Universität St.Gallen begleitet mit dem Ziel, mehr über Nutzenszenarien von Coworking aus Unternehmenssicht zu erfahren. Erste Resultate des rund einjährigen Pilotprojekts mit namhaften Teilnehmern wie Raiffeisen Schweiz, HHM, dem Bundesamt für Informatik, Tetrapak und Repower werden Ende 2018 erwartet.

  • Drei App Stores für progressive Webapps

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    Apps sind eine tolle Sache, denn ohne Apps wäre das Smartphone nahezu nutzlos. Auf der anderen Seite brauchen Apps aber auch Speicherplatz und die meisten versauern nach der Installation auf dem Homescreen und werden kaum noch genutzt. Andere öffnen wir dutzende Male am Tag und gerade Social Media Apps sind oft verantwortlich für die Smartphone-Sucht. Bereits in unserem Newsletter vom März hatten wir in einem Artikel über den Trend der progressiven Webapps berichtet. Neben einer Reihe weiterer Vorteile insbesondere für App-Anbieter (native Features ohne doppelte Programmierung) bieten progressive Webapps gegenüber nativen Apps den Vorteil, dass sie keine Installation benötigen, sondern direkt aus dem Browser heraus genutzt werden können – und sich doch wie „echte“ Apps anfühlen. Gerade wenn man eine App nur schnell ausprobieren möchte, kann das den Prozess beschleunigen.

    Heute möchten wir Ihnen eine Auswahl an passenden App Stores vorstellen, die sich im Bereich der progressiven Webapps hervorgetan haben. Mit Appscope, Outweb und PWArocks haben sich inzwischen drei Anbieter etabliert. Auch wenn das Angebot noch lange nicht so umfangreich ist wie beim Apple App Store oder bei Google Play finden sich dort bereits viele der üblichen Social Media Apps, einige Produktivitätstools und ein paar einfache Spiele. Schauen Sie doch einfach mal rein und überzeugen Sie sich selbst.

  • Insights aus unseren studentischen Projekten

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    Wie in jedem Semester gab es an unserem Lehrstuhl auch im vergangenen Sommersemester wieder so genannte Forschungs-, Praxis-, Venture(kurz FPV)-Projekte, bei denen Studierende des HSG Business Innovation Masters echte Cases von Unternehmen bearbeiten und lösen. Auch in diesem Semester wurden wieder viele kreative, interessante und lehrreiche Ideen und Lösungsansätze entwickelt. Zwei davon möchten wir Ihnen in diesem Artikel kurz vorstellen:

    Chatbots im Kundenservice – Wo sie sich lohnen, wo sie (noch) scheitern?

    Ermöglicht durch technologischen Fortschritt und immer breitere öffentliche Akzeptanz breiten sich Chatbots in vielen Bereichen immer weiter aus – so auch im Kundendienst. Bots versprechen vor allem Kosteneinsparungen, aber auch einen Kundennutzen durch ständige Verfügbarkeit und eine hohe Antwortgeschwindigkeit. Insbesondere für kleine und mittelständische Unternehmen ist es oft nicht einfach, zu evaluieren ab wann und für welche Aufgaben sich der Einsatz eines Chatbot im Kundenservice lohnt. Im Rahmen des FPV-Projekts mit einem schweizerischen Online-Händler setzte sich ein Studierenden-Team deshalb damit auseinander, anhand welcher Kriterien sich die Entscheidung für oder gegen den Einsatz eines Chatbot sinnvollerweise fällen lässt und wie – im Falle einer positiven Entscheidung – das Vorgehen zur Implementierung aussehen sollte. Basierend auf einer Analyse von mehreren tausend Kundenanfragen per Email und qualitativen Interviews mit Kundendienstmitarbeitenden des Praxis-Partners, erarbeitete das Team ein Set an Entscheidungskriterien sowie ein Framework zur Klassifizierung von Kundenanfragen, welches Unternehmen bei der Entscheidungsfindung für oder gegen einen Chatbot unterstützt und nachfolgend abgebildet ist:

    Das Framework klassifiziert Kundenanfragen nach ihrer Komplexität (x-Achse), ihrer durchschnittlichen Bearbeitungszeit (y-Achse), ihrer Häufigkeit (Grösse der Bubbles) und dem Stresslevel des Kunden (Farben). Dabei gilt, dass sich insbesondere Kundenanfragen, die häufig auftreten, eine geringe Komplexität und ein geringes Stresslevel aufweisen, und die schnell bearbeitet werden können für die Behandlung durch einen Chatbot anbieten.

    Als Kernergebnis lässt sich daher festhalten, dass der Einsatz von Chatbots sinnvoll ist bei…

    • spezifischen Anfragen mit standardisierten Lösungen
    • hohem Volumen an repetitiven Anfragen
    • geringer Komplexität und Interdependenzen zu Systemen / Abteilungen
    • geringem Stresslevel des Kunden

     

    Modernes Banking – Wie sieht eine zeitgemässe Multichannel-Plattform für Banken aus?

    Im Zuge der fortschreitenden Digitalisierung wird die Daseinsberechtigung von klassischen Retail-Banken in Frage gestellt. Neue Technologien senken einerseits die Markteintrittsbarrieren von industriefremden Wettbewerbern und verändern andererseits die Wertvorstellungen und Anforderungen der Konsumenten. Eine API-basierte Omnichannel-Banking-Plattform kann eine Lösung sein, als Retail-Bank weiterhin kompetitiv zu sein. Das Ziel dieses FPV-Projektes mit einer Schweizer Kantonalbank war es daher zu untersuchen, wie eine solche Omnichannel-Banking-Plattform der Zukunft aus Sicht junger Endkunden konzipiert sein sollte. Mittels Fokusgruppen wurde eine ganzheitliche, qualitative Analyse der Pain-Points, Anforderungen und Wünsche der Zielgruppe erarbeitet. Weitergehend konnten mit Experten aus der Praxis der Status Quo und zukünftige Trends reflektiert werden. Aus den gewonnenen Erkenntnissen wurden Handlungsempfehlungen zur Ausgestaltung einer solchen Omnichannel-Banking-Plattform für den Projektpartner entwickelt.

    Ein zentrales Ergebnis ist die Klassifikation verschiedener Features für eine Multichannel-Plattform mit Hilfe des Kano-Modells.

    Während die erste Abbildung zeigt, welche Features heute als Mindestanforderungen und welche als „Begeisterungsanforderungen“ wahrgenommen werden, wagt das Team mit der zweiten Abbildung einen Blick in die Zukunft und zeigt auf, wie sich die Einteilung aus ihrer Sicht bis zum Jahr 2025 verschieben wird. Dabei fällt auf, dass viele der Features, mit denen man heute noch herausstechen und Kunden begeistern kann, schon im Jahr 2025 zum Standard, und damit zu den Normalanforderungen gehören werden.