Author Archives: Max Schacker

  • Insights aus unseren studentischen Projekten

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    In diesem Semester betreute unser Lehrstuhl erneut verschiedene studentische Projekte im so gennanten Forschungs-Praxis-Venture Format des Masters für Business Innovation. In diesem Artikel möchten wir Ihnen einen kurzen Überblick über die durchgeführten Projekte geben.

    Digitalisierung im Versicherungsmarkt mit Namics – A Merkle Company

    In der Versicherungsbranche nimmt der Digitalisierungsdruck immer mehr zur. In einer von drei Masterstudierenden durchgeführten Versicherungsstudie wurden 18 Hausratsversicherungsprodukte in der Schweiz und in Deutschland hinsichtlich ihres Digitalisierungsgrades im Abschluss- und Onboardingprozess untersucht. Zusätzlich wurden mit Hilfe einer heuristischen Evaluation die Kundenerfahrung bewertet. Auf Basis dieser Daten erhielt Namics ein Bild der aktuellen Situation im Versicherungsmarkt und erarbeitete daraus Handlungsvorschläge für die Versicherungsbranche.

    Technologie-Radar für Garagisten mit dem Auto Gewerbe Verband Schweiz (AGVS)

    Als Branchen- und Berufsorganisation fördert und vertritt der AGVS über 4000 Garagenbetriebe, welche im Markt der individuellen Mobilität tätig sind. Die mit der Digitalisierung einhergehende Disruption der Automobilbranche stellt die Garagenbetriebe jedoch zunehmend vor neue Herausforderungen. Um seine Mitglieder in diesem Wandel bestmöglich unterstützen zu können, möchte der AGVS diese fortlaufend über die aktuellsten digitalen Technologien auf dem Markt informieren. Ziel dieses Projekts war es somit, bereits angewendete digitale Technologien sowie neue digitale Trends, welche innerhalb von Autowerkstätten im After Sales Bereich zur Prozessoptimierung eingesetzt werden können, in Form einer IST-Analyse zu erarbeiten. Anhand der innerhalb des Projektes erstellen Medien und Webseite erhalten die Mitglieder des AGVS nun die Möglichkeit, sich über neue digitale Technologien zu informieren und hierdurch ihre Wettbewerbsfähigkeit zu sichern sowie ihre Innovationskraft zu steigern.

    Bewerbungs-Bootcamp für Stellensuchende mit dem Amt für Wirtschaft und Arbeit St. Gallen

    Im Zuge der Digitalisierung ist auch die Arbeitswelt im Wandel und fordert von Stellensuchenden immer mehr Anpassungsfähigkeit, bietet aber auch neue Chancen und Möglichkeiten. Das St. Galler Amt für Wirtschaft und Arbeit (AWA) hat den Auftrag, Arbeitslose bei der Suche nach einem neuen Job zu unterstützen und sie bestmöglich auf die Herausforderungen der neuen Arbeitswelt vorzubereiten. In diesem Projekt wurde ein studentisches Team beauftragt im Rahmen eines Design Thinking Prozesses die Bedürfnisse und Pain-Points arbeitssuchender Menschen in St. Gallen zu identifizieren und darauf aufbauend ein innovatives Lösungskonzept zu erarbeiten. Herausgekommen ist ein Bewerbungs-Bootcamp, das in Co-Working Spaces durchgeführt werden soll, und Stellensuchenden in 5 intensiven Tagen das Rüstzeug vermittelt, um in einer digitalisierten Arbeitswelt schnellstmöglich einen neuen Job zu finden.

  • Die Zukunft des Lernens: ein Goldman Sachs Briefing

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    Wie hat sich das Lernen historisch entwickelt und was wird sich in Zukunft ändern? Goldman Sachs hat wichtige Trends im Bildungssektor analysiert und sie in einem 3-Minuten Video zusammengesfasst.

    Bildquelle: https://www.goldmansachs.com/insights/pages/future-of-learning-katherine-tait.html
  • 3. Startfeld Innovationsforum zum Thema “Jäger & Sammler: Mehrwert durch Datennutzung”

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    Big Data, Data Mining, Predictive Modelling, Data Analytics, Machine Learning. Daten sind das neue Öl. Welche Daten sind relevant? Wie fördern und veredeln Sie diesen Rohstoff im eigenen Unternehmen? Das 3. Startfeld Innovationsforum steht ganz im Fokus der vertieften Datennutzung. Erfahren Sie mehr über die neuesten Trends. Lernen Sie aus Insights von Best-Practice-Beispielen. Vertiefen Sie das Gehörte in anwendungsorientierten Workshops, um nicht nur Daten zu jagen und zu sammeln, sondern auch einen möglichst grossen Nutzen daraus zu ziehen. Weitere Informationen zum Innovationsforum und den Link zur Anmeldung finden Sie hier.

  • Interview mit Prof. Back von Learning Insights zur Lernkultur

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    Wie sieht das Lernen der Zukunft aus, welche Lernmethoden und Stile sind noch zeitgemäss? Über diese Fragen hat Prof. Dr. Back mit Dr. Peter Littig von Learning Insights gesprochen. Im Zentrum des Gesprächs stehen Gestaltungsprinzipien des neuen Lernens, die so genannten 4 P’s (Für Eilige: ab Minute 4:50). Aber auch Themen wie Fehlerkultur vs. Mutkultur, kreatives Lernen und Agilität werden behandelt. Das ganze Gespräch können Sie im folgenden Video ansehen.

  • Jäger, Hirten, Krtiker – Eine Utopie für die digitale Gesellschaft (Buchreview)

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    Die Digitalisierung hat viele Gesichter: sie betrifft Individuen ebenso wie Unternehmen. Aber sie hat insbesondere auch eine gesellschaftliche Dimension. In ihr steckt das Potential unsere Gesellschaft und unser Wirtschaftssystem grundlegend zu verändern. Deshalb braucht es eine gesellschaftliche Debatte über die Digitalisierung, die über den Ausbau der Netzabdeckung oder die Notwendigkeit von Programmierkursen in der Schule hinaus geht. In seinem Buch “Jäger, Hirten, Kritiker” bemängelt der deutsche Philosoph Richard David Precht insbesondere das Fehlen einer Utopie für die digitale Gesellschaft – also einer positiven Vorstellung davon, wie wir zusammen leben, und eine Gesellschaft gestalten wollen, wenn Algorithmen, Big Data und künstliche Intelligenz unser bisheriges Wirtschaftssystem auf den Kopf stellen.

    Der Titel des Buches ist angelehnt an ein Zitat von Karl Marx: schon 1846 hatte dieser von einer Gesellschaft geträumt, in der ein jeder frei sei “heute dies, morgen jenes zu tun, morgens zu jagen, nachmittags zu fischen, abends Viehzucht zu treiben, nach dem Essen zu kritisieren, wie ich gerade Lust habe, ohne je Jäger, Fischer, Hirt oder Kritiker zu werden”. Ein notwendiger Schritt zur Verwirklichung einer solchen Gesellschaft wäre dabei – sowohl bei Marx als auch bei Precht – die Überwindung der Lohnarbeit, bei der sich der Angestellte vom Produkt seiner Arbeit entfremdet. Während Marx diesen Schritt bereits im Maschinenzeitalter prophezeite (und wie wir heute wissen damit falsch lag), könnten die Digitalisierung und die Fortschritte in der künstlichen Intelligenz diese Vision nun doch wahr werden lassen. Ob dies der Fall sein wird ist umstritten. Eine McKinsey Studie von 2017, zum Beispiel, rechnet vor, dass bis zum Jahr 2030 bis zu 800 Millionen heute existierender Jobs wegfallen könnten. Andererseits, so argumentieren Kritiker der “End of Work” Theorie, werden auch viele neue Jobs entstehen, die wir heute vielleicht noch gar nicht kennen (als Gegenargument sei auf Yuval Harari verwiesen, der in “Homo Deus” argumentiert, dass Menschen zukünftig kaum noch etwas besser können werden als Maschinen, nachdem diese nun nicht nur physische, sondern auch kognitive Arbeit ersetzen). Precht jedenfalls geht davon aus, dass selbst ein Wegfall von Jobs im niedrigen zweistelligen Prozentbereich unsere Gesellschaft vor eine historische Zerreissprobe stellen würde. Ein anderes System muss also her, das die Chancen der Digitalisierung nutzt und den Menschen ein möglichst erfülltes und glückliches Leben ermöglicht.

    Als Fundament dieses System sieht Precht – wie viele andere Philosophen und Politiker, die sich mit dem Problem der Entkopplung von Lohnarbeit und Wertschöpfung beschäftigen – das bedingungslose Grundeinkommen. Während dieses vor einigen Jahren für die meisten Menschen noch als linke Spinnerei galt, haben seine Befürworter inzwischen längst eine grosse Anhängerschaft aus verschiedenen Lagern gefunden. Auch wenn das Grundeinkommen – das weiss auch Precht – kein Allheilmittel für alle Probleme ist, so ist eine materielle Grundsicherung dennoch entscheidend, wenn die digitale Welt nicht zu einer Dystopie mit vielen Verlieren werden soll. Zur Finanzierung des Grundeinkommens schlägt er eine Mikrosteuer auf Finanztransaktionen vor.

    In der Folge geht Precht auf verschiedene Fragen ein, die es im Zusammenhang mit der Digitalisierung und einer neuen Gesellschaftsform zu klären gibt, darunter Fragen wie: Wie definieren wir den Leistungsbegriff neu? Wie lässt sich die Macht der Silicon Valley Riesen brechen? Wie viel Selbstoptimierung wollen wir wirklich und braucht das Leben nicht auch eine gewisse Imperfektion? Auch wenn man nicht bei allen Antworten und Lösungsvorschlägen Prechts mit ihm auf einer Wellenlänge sein muss, so gibt das Buch doch wichtige Denkanstösse. Vor Allem aber ist das Werk ein Plädoyer fürs Mitgestalten: wir sollten die Digitalisierung nicht erwarten wie das Wetter, sondern uns aktiv mit der digitalen Zukunft auseinandersetzen.

    Bildquelle: https://www.randomhouse.de/ebook/Jaeger-Hirten-Kritiker/Richard-David-Precht/Goldmann/e543258.rhd
  • Insights vom 49. St.Gallen Symposium zum Thema “Capital for Purpose”

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    Als Mitglieder der akademischen Jury des Essaywettbewerbs, bei dem fast 1000 junge Menschen aus aller Welt ihre Ideen zum Thema “Capital for Purpose” einreichten, hatten wir als Doktoranden des Lehrstuhls IWI3 die Gelegenheit das 49. St. Gallen Symposium zu besuchen. Das zweitägige Event, das am 9. und 10. Mai auf dem Campus der HSG stattfand, brachte über 200 junge Menschen (so genannte “Leaders of Tomorrow”) mit mehr als 600 “Leaders of Today” zusammen, darunter namhafte Persönlichkeiten aus Politik und Wirtschaft, wie Dominik Barton, Karin Keller-Sutter, Fatima Bhutto und den Geschichtsprofessor Niall Ferguson von der Stanford University.

    Letzterer hielt gleich zu Beginn des Symposiums einen der wohl rhetorisch besten, aber auch kontroversesten Vorträge. In seiner Rede diskutiert er anhand von Daten aus seiner Forschung die Begriffe Kapitalismus und Sozialismus, sowie die Verschiebung der Einstellungen gegenüber diesen Begriffen. Dabei deckt er auf, dass insbesondere junge Amerikaner dem Begriff des Sozialismus deutlich positiver gegenüberstehen als ältere Generationen.

    Doch was verstehen junge Menschen in den USA unter Sozialismus? Bohrt man tiefer nach, so Ferguson, entdeckt man, dass unter Sozialismus weniger das Gesellschaftssystem der Sowjetunion aus dem kalten Krieg verstanden wird, sondern damit insbesondere die Themen “Universal Healthcare” und “Free Tuition” verbunden werden. Beim Wort Sozialismus denken junge Amerikaner demnach eher an Länder wie Schweden und Norwegen als an die UDSSR. Klare Begrifflichkeiten sind deshalb wichtig. Ferguson warnt davor, den Sozialismus als politisches System zu verharmlosen und argumentiert, dass Umverteilungsfragen in einem demokratischen Entscheidungsprozess getroffen, und nicht zu einer Systemfrage zwischen Kapitalismus und Sozialismus erhoben werden sollten. Die entsprechende Passage seiner Rede findet sich ab Minute 26:20 im nachfolgenden Video.

  • Rückblick: Research Salon in Varenna

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    Mitte April veranstaltete unser Lehrstuhl ein Research Seminar zum Thema “Research Strategies and Research Design Development” in Varenna am Comer See. Mit insgesamt 4 Professoren und 20 Studierenden der Universität St.Gallen, der Universität Neuchâtel, der ELTE Budapest und der City University Hong Kong fand ein reger akademischer Austausch statt. Neben unterhaltsamen persönlichen Vorstellungen im Pecha Kucha Format bildeten kurze “Speeddating-Runden”, in denen in kleinen Gruppen Research Ideen präsentiert und Feedback gegeben wurde, das Herzstück des Seminars. Die Villa Monastero, ein historisches Gebäude mit weitläufigen Gärten direkt am Comer See, bildete eine perfekte Kulisse hierfür. Das folgende Video zeigt einige Impressionen aus den verschiedenen Sessions.

  • Ausblick: Research Salon am Comer See

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    Ende dieser Woche macht sich unser Lehrstuhlteam auf zu einem von uns organisierten PhD Seminar in Italien, an dem neben zahlreichen Doktoranden der HSG auch PhD Studierende und Professoren der City University Hong Kong (Prof. Dr. Christian Wagner), der ELTE Budapest (Prof. Dr. Udo Bub) und der Universität Neuchâtel (Prof. Dr. Adrian Holzer) teilnehmen werden.

    Zentraler Lerninhalt des Seminar wird ein von Prof. Dr. Udo Bub entwickeltes Framework zur Entwicklung neuer Research Designs sein. Anhand dieses Frameworks werden die Doktoranden ihre eigenen Research Vorhaben reflektieren und erweitern. Wer neugierig ist findet das Framework in dieser Publikation: https://link.springer.com/chapter/10.1007/978-3-642-20633-7_6. Prof. Dr. Wagner wird zusammen mit Dr. L. Jiang in seinem Vortrag berichten über «Artificial Intelligence as a Tool for Literature Research and Research Model Creation».

    Von der grossen Resonanz der Doktorandenanmeldungen waren wir fast überwältigt, wir scheinen mit dem Methodenseminar einen Nerv getroffen zu haben. Wir werden nach dem Seminar von unseren Erfahrungen berichten.

    Bildquelle: http://www.varennaturismo.com
  • Manipulierte Videos: Die Gefahr durch Deepfakes

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    Wenn Sie das unten angehängte Video schauen, sehen Sie eine öffentliche Ansprache des ehemaligen amerikanischen Präsidenten Barack Obama. Während Duktus und Mimik von unzähligen anderen Ansprachen bekannt sind, scheinen das Vokabular und der Inhalt der Rede so gar nicht zu Obama zu passen. Denn was wir hier sehen ist nicht der echte Obama, sondern ein durch künstliche Intelligenz erzeugtes Video, das vor den Gefahren ebensolcher “Deepfakes” warnen möchte. Deepfakes sind “falsche, aber täuschend echt wirkende Bilder oder Videos, die automatisiert mit Hilfe neuronaler Netze erzeugt wurden”. Dabei werden Bilder von vergangenen Ansprachen genutzt und die Lippenbewegungen an das künstlich Gesprochene Wort angepasst. Die Stimme basiert ebenfalls auf echten Audiodaten.

    Angesichts der technologischen Fortschritte im Bereich der Deepfakes, die immer schwieriger zu erkennen werden, stellt sich die Frage, welchen Informationen wir noch vertrauen können. Und schlimmer noch: stellen Sie sich vor, es wäre nicht das Gesicht von Obama, das hier gezeigt wird, sondern ihr eigenes. Was würden Ihre Freunde und Familie denken, wenn sie ein Video von Ihnen sehen würden, in dem Ihnen falsche Aussagen oder gar Straftatbestände in den Mund gelegt werden. Technologisch möglich ist dies bereits und vielleicht ist es nur eine Frage der Zeit bis wir uns mit den Folgen dieser Technologie ganz real ausseinandersetzen müssen.

  • AI for Everyone: Ein empfehlenswerter Crashkurs über Künstliche Intelligenz

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    Jeden Tag lesen wir in der Zeitung, in Magazinen, in Online Nachrichten und nicht zuletzt in diesem Newsletter von künstlicher Intelligenz. Wir wissen, dass die künstliche Intelligenz, tiefgreifende Folgen haben, und die Welt wie wir sie kennen verändern wird. Nahezu alle Branchen und viele Bereiche unseres täglichen Lebens werden betroffen sein (oder sind es schon). Dennoch verstehen die wenigsten von uns wie künstliche Intelligenz wirklich funktioniert, was sie kann, was (noch) nicht, und welche Szenarien reine Fiktion sind. Viele schrecken davor zurück sich mit dem Thema näher zu beschäftigen, weil sie es für zu technisch und kompliziert halten.

    Ein neuer Coursera Onlinekurs schafft Abhilfe. In dem für 4 Wochen (insgesamt 9 Stunden) ausgelegten und kostenfrei zugänglichen Kurs “AI for Everyone” (in englischer Sprache) räumt Andrew Ng, ehemaliger Leiter der KI Abteilungen von Google und Baidu, mit vielen Vorurteilen über KI auf und gibt eine einfache und nicht-technische, aber dennoch fundierte und nützliche Einführung in die Thematik: “By the end of the course, learners will not only how to navigate both their company and their own career through AI’s rising tide, but understand how it’s affecting society.”

    Als frisch gebackener Absolvent des Kurses kann ich nur eine Empfehlung aussprechen – wer  eine leicht verständliche aber dennoch solide Einführung in die KI sucht, ist hier genau richtig: https://www.coursera.org/learn/ai-for-everyone

    Bildquelle: https://blog.coursera.org/ai-for-everyone-new-course-from-deeplearning-ai-now-available-on-coursera/