Wer ist eigentlich der Wettkönig zu 3D-Welten?

Es ist Oktoberfestzeit; das ikonische hierzulande ist die OLMA in St.Gallen. Jeden Tag ist Säulirennen, bei dem 15 Rennsauen zum Futtertrog um die Wette laufen. Die Vorfreude auf diesen Wettspass hat die Erinnerung an eine seit 2009 laufende Wette aus dem Kreis meiner E-Learning-Fachfreunde geweckt. Darin geht es um eine Zukunftsbehauptung, ob und wie die damals gehypte 3D-Technologie bis in 10 Jahren unseren Alltag prägen würde. In diesem sind wir 2019 ja nun angekommen.

Vorhersagen über technische Entwicklungen wurden schon immer gerne gemacht. Nur, wie auch der Kabarettist Karl Valentin meinte, sind Prognosen schwierig, besonders wenn sie die Zukunft betreffen. Selbst renommierte Experten lagen damit schon mächtig daneben. Hier findet man eine Sammlung der spektakulärsten Fehlprognosen der IT-Geschichte. Sogar 100 Jahre voraus Schauen haben Futuristen gewagt und sich in 1900 vorgestellt, wie das Leben in 2000 aussehen würde. Zwei meiner Lieblings-Zukunftsbilder aus der Serie «En l’an 2000» sind diese:

Beim einen herrscht am Himmel über Paris Flugobjekt-Verkehrsstau, beim anderen haben sich die Leute motorisierte Schuhe unter die Füsse geschnallt. Auf Passagierdrohnen warten wir ja noch; mit den E-Scootern ist die Vision der Schuhe mit Motorantrieb jedoch durchaus so eingetroffen. Nun, wie einfach ist zu entscheiden, wer folgende Wette aus 2009 gewonnen hat? «In 10 Jahren sind 3D-Welten eine dominierende Selbstverständlichkeit» (T. Glatt). «Es gibt den Medienraum, den Fleischraum und den 3D-Raum» (M. Lindner). «In 10 Jahren sind wir hauptsächlich in 3D Welten unterwegs» (D. Stoller-Schai). Schauen Sie sich im Videomitschnitt an, wie der Wortlaut und die Positionen genau verhandelt werden. Immerhin geht es um eine Kiste Barolo – zu Schweizer Preisen.

Die Herren haben mir die Schiedsrichterrolle überlassen. Gerne frage ich noch die Community um ihre Meinung, bevor ich mein Urteil abschliesse und verkünde: «And the Winner is …».

P.S.: Dieser denkwürdige Moment ereignete sich übrigens nicht auf dem oben genannten OLMA-Oktoberfest, sondern bei einer intellektuellen Wanderung in den hiesigen Bergen: Dem «Alpen-Salon», von mir in Anlehnung an die Salonkultur des 19. Jahrhunderts so genannt. Ein Regenguss auf dem Weg zur Schwägalp veranlasste uns zur Einkehr in die Plattenbödeli-Hütte für eine Bier- und Jausenpause, der nun diese Kolumne zu verdanken ist.

Bildquelle: https://www.vaterland.li/liechtenstein/vermischtes/Namen-fuer-Rennsaeuli-gesucht;art171,217626 


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Tags: Kolumne



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