Manipulierte Videos: Die Gefahr durch Deepfakes

Wenn Sie das unten angehängte Video schauen, sehen Sie eine öffentliche Ansprache des ehemaligen amerikanischen Präsidenten Barack Obama. Während Duktus und Mimik von unzähligen anderen Ansprachen bekannt sind, scheinen das Vokabular und der Inhalt der Rede so gar nicht zu Obama zu passen. Denn was wir hier sehen ist nicht der echte Obama, sondern ein durch künstliche Intelligenz erzeugtes Video, das vor den Gefahren ebensolcher “Deepfakes” warnen möchte. Deepfakes sind “falsche, aber täuschend echt wirkende Bilder oder Videos, die automatisiert mit Hilfe neuronaler Netze erzeugt wurden”. Dabei werden Bilder von vergangenen Ansprachen genutzt und die Lippenbewegungen an das künstlich Gesprochene Wort angepasst. Die Stimme basiert ebenfalls auf echten Audiodaten.

Angesichts der technologischen Fortschritte im Bereich der Deepfakes, die immer schwieriger zu erkennen werden, stellt sich die Frage, welchen Informationen wir noch vertrauen können. Und schlimmer noch: stellen Sie sich vor, es wäre nicht das Gesicht von Obama, das hier gezeigt wird, sondern ihr eigenes. Was würden Ihre Freunde und Familie denken, wenn sie ein Video von Ihnen sehen würden, in dem Ihnen falsche Aussagen oder gar Straftatbestände in den Mund gelegt werden. Technologisch möglich ist dies bereits und vielleicht ist es nur eine Frage der Zeit bis wir uns mit den Folgen dieser Technologie ganz real ausseinandersetzen müssen.


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