Digital Twin – Was bringt eine virtuelle Vorlage am Beispiel Predictive Maintainance?

Eigentlich ist das Konzept eines “Digital Twin” gar kein neues: Gemäss Forbes gibt es den sogenannten virtuellen oder digitalen Zwilling schon seit 2002, aber erst durch das Aufstreben des Internet of Things bekam es eine grössere Bedeutung. Ein Digital Twin ist eine virtuelle Vorlage eines Prozesses oder Produktes, welches mit Daten (v.a. von Sensoren) gefüttert wird. So wächst das digitale Abbild mit der Produkt/Prozess-Entstehung mit. Digitale Twins erlauben, viele Szenarien innerhalb kürzester Zeit durchzuspielen, ohne dass teure Prototypen und High Fidelity Wireframes gebaut werden müssen. Das gleiche gilt auch für die Entwicklung oder das Verwerfen von Lösungsstrategien und zum Ausloten von Verbesserungsmöglichkeiten.

Ein wohl bekanntes Beispiel, wo ein Digital Twin sehr wertvoll ist (welches auch auf der Hannover Messe vom 24.-28. April 2017 ein Thema sein wird) ist “predicitive maintainance” – also die vorausschauende Wartung. Sensoren an Maschinen erfassen im Einsatz laufend Daten (sogenannte Kontrollwerte) und schicken diese in die dafür vorgesehene Cloud. Der Hersteller kann dadurch die Verschleisswerte, vor allem die Belastung und Verbrauchszyklen errechnen und schlussendlich Wartungen frühzeitig beauftragen, damit teure Reparaturen vermieden werden können. Aber welche Rolle spielen nun Digital Twins im Rahmen von Predictive Maintainance? Sie bringen das Verfahren auf ein neues Level, in dem die virtuellen Kopien der Maschinen ein vollumfängliches Verständnis der gesammelten Daten bringen und dadurch eine genauere Vorhersage ermöglicht wird. Digital Twins helfen also dabei, die Daten zu analysieren und zu deuten.


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